Mehr Raum für Außengastronomie

Den krisengebeutelten Gastronominnen und Gastronomen wurde großzügig versprochen, dass sie unkompliziert Außenflächen nutzen könnten, um verlorenen Umsatz wieder aufzuholen. Die Umsetzung sieht mal wieder ganz anders aus. Mit Zollstock und Vorschriftenkatalog kontrollieren einige Bezirksämter derzeit die gastronomischen Unternehmen und sorgen dafür, dass eben nicht noch ein corona-konformer Tisch mehr aufgestellt werden darf. Frau Pop scheint nicht daran interessiert zu sein, dass sich die Wirtschaft in Berlin regeneriert und lässt die Unternehmen seit über einem Jahr im Regen stehen.

Wir haben bereits im letzten Jahr gefordert, die strengen Vorschriften in allen Bezirken übergangsweise zu lockern und genehmigungsfrei die erweiterten Außenflächen zur Verfügung zu stellen. Auch, dass das Heizpilzverbot im öffentlichen Straßenraum ausgesetzt wird, damit mehr Gäste unter den Hygieneauflagen bewirtet werden können. Den Antrag von September 2020 finden Sie hier.

Bei einem Gastronomen, der bereits Probleme mit dem Bezirksamt hat, haben wir uns die Lage vor Ort genauer angesehen. Den Zeitungsartikel dazu finden Sie hier.

Der Drang ins Freie und das menschliche Bedürfnis nach Geselligkeit sind groß. Um Existenzen zu sichern und soziales Miteinander zu ermöglichen, müssen der Senat und die Bezirke endlich aufzeigen, was möglich ist, anstatt immer nur darzulegen, was in dieser Stadt alles nicht geht. Es ist an der Zeit, dass unter freiem Himmel in der Außengastronomie von Bars, Restaurants sowie Clubs ein Sommermärchen des wirtschaftlichen Aufschwungs und Miteinander möglich wird. Dafür haben wir einen weiteren Antrag eingebracht, in dem wir fordern, dass der Senat Ausnahmen vom Lärmschutz gewährt, damit die Stadt über den Sommer endlich wiederbelebt wird.

Sebastian Czaja und ein Gastronom stehen vor dem Restaurant des Gastronoms