Sebastian Czaja

Leserbrief zum U-Bahn Weiterbau

Sinnvoll die U11 an einer Station der U5 abzweigen lassen

Zum Artikel: „FDP setzt sich für einen U-Bahn-Weiterbau ein“ vom 24. Oktober

Die FPD möchte die U-Bahn-Planung der fiktiven Linie U 11 aktivieren. Diese Strecke war bereits von der DDR-Regierung vorgesehen, von Marzahn über die Landsberger Allee, am Alexanderplatz vorbei in die nördliche Ost-Berliner Innenstadt.

Heute denkt man an eine Verlängerung bis Hauptbahnhof, was sinnvoll erscheint. In Anbetracht der extrem hohen Kosten für die neue, im Bau befindliche Innenstadt-U-Bahn U5 zwischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof schlage ich vor, die neue U11 an einer Station der U5 unter der Frankfurter Allee abzweigen und erst dann in die Landberger Allee Richtung Marzahn einschwenken zu lassen. So würde der besonders teure U5-Innenstadtabschnitt optimal ausgelastet werden, alle U11-Fahrgäste könnten den Hauptbahnhof und den Alexanderplatz als Zentrum der City Ost und Umsteigepunkt ersten Ranges und auch zur S- und Regionalbahn direkt erreichen.

Die bestehende Altplanung sieht keine Führung der U11 über den Alexanderplatz vor. Erst wenn der gemeinsam von U5 und U11 befahrene Innenstadtabschnitt vollständig ausgelastet wäre, könnte für die U11 ab dem
gemeinsamen Umsteigebahnhof unter der Frankfurter Allee eine eigenständige Innenstadtstrecke gebaut werden – in die nördliche, aber viel besser noch in die südliche Berliner Innenstadt Richtung Leipziger Straße.

Björn-Thorsten Geertz, Hamburg

Quelle: Berliner Morgenpost vom 30. Oktober 2011