Das Ende des Wernerbades?!
Die „Freunde des Wernerbades“ e.V. verkündeten heute, anlässlich einer Pressekonferenz, gemeinsam mit Bezirksamt und den Berliner Bäderbetrieben das Ende des Wernerbades in seiner bisherigen Form. Als Gründe gibt der Abschlussbericht der tempomären Arbeitsgruppe des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf u. a. den großen Sanierungsbedarf, hohe Hürden bei Immissions- und Naturschutz sowie die allgemein nicht mehr zeitgemäße Beschaffenheit des ältesten Berliner Freibades an.
Hierzu erklärt Sebastian Czaja, Abgeordneter für Marzahn-Hellersdorf im Abgeordnetenhaus von Berlin und Vorsitzender der FDP- Marzahn Hellersdorf:
„Es stimmt mich traurig wenn ein Stück Bezirksgeschichte so zu Ende geht.
Es stimmt mich bedenklich, wenn eine derartige Entscheidung maßgeblich durch einen Verein mit entschieden wird, der lediglich 12 Mitglieder umfasst. Besonders da es Personen gibt, die gern mitgewirkt hätten, denen aber die Mitgliedschaft verwehrt wurde. Vielleicht hätte deren Mitwirkung zu einem anderen als dem nun vorliegenden Ergebnis geführt.
Auch die Begründung, der Verein sei mit Informationen zurückhaltend gewesen, um die Gerüchteküche nicht anzuheizen, widerspricht meinem Empfinden nach Transparenz und offenem Diskurs.
Es wundert mich außerdem, wenn erklärt wird, die Überlegungen zum Elsensee hätten bei denen zum Wernerbad keinerlei Rolle gespielt, zugleich aber zumindest Teile der Vereinsführung bei der heutigen Pressekonferenz für eine Veranstaltung mit diesem Thema warben.
Was nutzt es den Bürgern in unserem Bezirk, wenn die das Bezirksamt tragenden Parteien mit wechselnden Partnern Veranstaltungen durchführen, bei denen nicht etwa informiert sondern verkündet, nicht diskutiert sondern verschleiert wird.
Die FDP Marzahn-Hellersdorf wird über die Sommermonate ihrerseits prüfen, wo im aktuellen Bezirkshaushalt Möglichkeiten vorhanden sind, um mögliche Mittel für eine Sanierung des Wernerbades zu ermöglichen. Wir rufen deshalb alle Interessierten auf, ihre Vorstellungen und Ideen mit einzubringen.“
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| Abschlussbericht zum Wernerbad | Download als PDF [2.831 KB] |
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